Urteil im Fall "DF Erste Lateinamerika Immobilienentwicklungs GmbH & Co. KG"


Schadensersatzklage unseres Mandanten als Anleger der DF Erste Lateinamerika Immobilienentwicklungs GmbH & Co. KG vor dem LG Frankfurt erfolgreich.

 

Mit einem aktuellen Urteil vom 21.02.2019 hat das Landgericht Frankfurt einem von uns vertretenen Anleger der DF Erste Lateinamerika Immobilienentwicklungs GmbH & Co. KGSchadensersatz zugesprochen. Das Gericht ist im Wesentlichen unserer Argumentation gefolgt und geht daher in seinen Entscheidungsgründen von einer fehlerhaften Anlageberatung durch das Kreditinstitut aus. 

 

Insbesondere die Angaben des Bankberaters im seinerzeitigen Beratungsgespräch mit unserem Mandanten zur Frage der eingeschränkten Fungibilität, d. h. der Wiederveräußerbarkeit der Anlage, sah das Gericht als fehlerhaft an. 

 

Das Gericht führte hierzu aus: 

 

„Allerdings ist der von dem Kläger bekundete Hinweis auf die eingeschränkte Fungibilität der Anlage nicht als ausreichend für eine umfassende Beratung über diesen Punkt anzusehen. Denn die Erklärung des Beraters stellt die Schwierigkeit nicht der Realität getreu dar, sondern macht sie kleiner, als sie tatsächlich ist.“

 

Das Gericht hat festgestellt, dass die streitgegenständliche Kapitalanlage aufgrund der bestehenden Haftungs- und Verlustrisiken nicht auf die Anlageziele unseres Mandanten zugeschnitten war. Folgerichtig wurde das beratende Kreditinstitut zum Schadensersatz verurteilt. Dieser bemisst sich in Höhe der Zeichnungssumme inklusive des gezahlten Agios, wobei im Rahmen der Vorteilsaus- gleichung die erhaltenen Ausschüttungen in Abzug zu bringen waren. Die Feststellung, dass das beratende Kreditinstitut auch für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen unseres Mandanten im Zusammenhang mit diesen Ausschüttungen haftet, hat das Gericht nicht getroffen, nachdem die Haftsumme im streitgegenständlichen Immobilienfonds auf 1 % des Anlagekapitals beschränkt ist.

 

Die Entscheidung finden Sie hier unter "Entscheidungen" .