Immobilien-Crowdfunding


Risiko aufgrund der Unternehmensbeteiligung über Nachrangdarlehen oder Genussscheinen anstatt einem Eigentumserwerb an der Immobilie.

 

Crowdfunding hat in jüngster Vergangenheit den Immobilienmarkt für private Kleinanleger geöffnet. Unternehmer sammeln hierbei Finanzmittel für Bauprojekte von einer Vielzahl privater Investoren ein. Dabei versprechen sie Renditen von bis zu 6%.

 

Für Anleger bringt diese Form des Investments ein erhebliches Risiko mit sich. In den meisten Fällen erwerben Anleger kein Immobilieneigentum sondern beteiligen sich über Finanzprodukte wie Nachrangdarlehen oder Genussscheinen an den Unternehmen. Daraus resultiert das hohe Risiko der Anlage. Erweist sich die Immobilie als Fehlinvestition, kann es neben Zinsausfällen auch zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Der Rechtsanspruch der Anleger richtet sich in der Folge ausschließlich gegen das Bauunternehmen. Im Insolvenzfall muss dieses aus der verbleibenden Vermögensmasse zunächst Banken und vorrangige Kreditgeber bedienen. Aufgrund der Nachbangigkeit gehen Crowdfunding-Investoren in den meisten Fällen leer aus.

 

Manche Anbieter werben damit, dass ihre Finanzprodukte von der Finanzaufsichtsbehörde Bafin geprüft wurden. Hierbei muss beachtet werden, dass diese lediglich die Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit der Prospekte überprüft. Eine Analyse auf Wirtschaftlichkeit des Projektes wird dabei ausdrücklich nicht durchgeführt.

 

Diese Anlageformen bewegen sich dabei in einer rechtlichen Grauzone und sind kaum reguliert. Ferner werden Anleger über das komplexe System des Investments in vielen Fällen nicht oder nicht ordnungsgemäß aufgeklärt. Hieraus können Rechtsansprüche entstehen, die es Anlegern ermöglichen verlorenes Kapital zurückzubekommen.

 

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