O.M. Humorum GmbH & Co. KG


Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens über das Vermögen der O.M. Humorum GmbH & Co. KG

 

Als Anleger des Schiffsfonds haben Sie sicherlich auch das Schreiben der STA Sachwert-Treuhand Altona GmbH & Co. KG, der Treuhänderin des Fonds, vom 17.07.2018 erhalten. Nun ist es also auch hier so weit, das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet wurde. Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmte RA Gittermann ist uns aus anderweitigen Insolvenz­verfahren als kompetenter Verhandlungspartner bekannt.

 

Für die Anleger bedeutet dies allerdings einen drohenden Verlust ihrer gesamten Einlage, wenn die Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft festgestellt wird.

 

Naturgemäß ist das Insolvenzverfahren zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorherzusagen. Doch es wäre sicherlich nicht ungewöhnlich, wenn demnächst Beschlüsse gefasst werden sollen, die die Anleger zu Kapitalerhöhungen verpflichten, um so die Kosten der Abwicklung der Gesellschaft decken zu können. Im Endeffekt handelt es sich hierbei lediglich um verdeckte Nachschuss­pflichten für jeden Einzelnen.

Mit Herrn Abel, dem Geschäftsführer der Treuhänderin, haben wir bereits Kontakt aufgenommen und diesem unsere Bereitschaft angezeigt, bei der Entwicklung eines Fortführungskonzeptes mitzuwirken. Es ist nicht auszuschließen, dass mit der finanzierenden Bank, der Nord/LB, eine Lösung gefunden wird, die eine Fortführung der Fondsgesellschaft sichert und so die Interessen der Anleger schützt.

 

In diesem Zusammenhang sind wir bereits einer Reihe von Anlegern mit der Durchsetzung möglicher Ansprüche wegen fehlerhafter Kapitalanlageberatung gegen Sparkassen und Volksbanken behilflich. Dieser Anspruch ist auf Schadensersatz und Rückabwicklung der Beteiligung gerichtet, da vielen von uns vertretenen Mandanten von ihrem Bankberater offensichtlich wichtige Risiken dieser Beteiligung nicht mitgeteilt wurden. Dass diese Art der Anlage allerdings mit enormen Risiken behaftet ist, zeigt nun auch deren Entwicklung mit der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens.

 

Immer wieder wird uns von Anlegern berichtet, dass diese mit ihren, die Beteiligung vermitteln den Banken, bereits Vergleiche geschlossen haben. Allerdings müssen wir feststellen, dass auch bei diesen vergleichsweisen Einigungen die Kreditinstitute nicht sämtliche Informationen preisgeben, insbesondere zur unstreitig bestehenden Verpflichtung der Banken, über die erhaltenen Provisionen Auskunft zu geben. Oftmals sind auch dann noch unwahre Angaben zur Höhe dieser Zahlungen seitens der Banken getätigt worden.

 

Wir sehen darin eine arglistige Täuschung, weshalb wir für einen von uns vertretenen Mandanten diese Vereinbarung angefochten haben. Das mit diesem Fall befasste Landgericht Traunstein sah unseren Sachvortrag als schlüssig an und hat eine Beweisaufnahme zur Befragung unseres Mandanten und des Anlageberaters angeordnet.

 

Wenn auch Sie einen Vergleich mit Ihrem Kreditinstitut geschlossen haben, raten wir Ihnen an, den Sachverhalt auf die Möglichkeit hin, diese Vereinbarung anzufechten, prüfen zu lassen. Hierfür stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, allerdings möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch diese Ansprüche der Verjährung unterliegen.

 

Fehler im Zusammenhang mit der Anlageberatung selbst verjähren spätestens und taggenau zehn Jahre nach Unterzeichnung der Beitrittserklärung. Die Möglichkeit, eine Vereinbarung wegen arglistiger Täuschung anzufechten, kann nur binnen eines Jahres erfolgen, ab dem Zeitpunkt, in dem Sie von der arglistigen Täuschung Kenntnis erlangt haben.

 

Gerade im Hinblick auf die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Schifffahrtsgesellschaft, aber auch im Zusammenhang mit einer möglichen Falschberatung bzw. der möglichen Anfechtung einer abgeschlossenen Vereinbarung sind wir gerne bereit, hierzu eine Informationsveranstaltung abzuhalten, sofern hierzu Interesse seitens der Anleger besteht. Eine solche Veranstaltung hat nicht nur den Vorteil, Sie über Ihre möglichen Ansprüche aufzuklären, sondern auch, Interessen und Informationen zu bündeln und effektiv zu nutzen, gerade auch im Hinblick auf die Entwicklung in der Fondsgesellschaft.

 

Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie uns, um das tatsächliche Interesse an einer von uns initiierten Informationsveranstaltung absehen zu können, den zum Download bereit gestellten Antwortbogen ausgefüllt und unterschrieben, gerne auch per Fax oder per E-Mail,  zuleiten möchten.

 

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen auch gerne persönlich zu Verfügung.